In dieser Rubrik im „Edvard Munch-Netzwerk“ findet man persönliche Ansichten bzw. Aussagen und Bewertungen sowie – speziell gekennzeichnete – KI-Antworten, die sich kurz und pointiert auf den norwegischen Maler Edvard Munch beziehen.
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→ Selbstporträt von Munch (mit Hut)
Bilduntertitel: Selbstporträt. Litho 1930
(OKK 456, Munch-Museum)
„Es gibt viele Wege, den norwegischen Maler Edvard Munch (1863-1944) kennen und schätzen zu lernen. Üblicherweise geschieht dies über die Kunstwissenschaft, die Biografie oder über die Historie.
Bei mir waren es die eindrucksvollen Werke, die Edvard Munch in großer Zahl hinterließ, die mich schon früh zum Munch-Fan gemacht haben. Schon als pubertierender Schüler hat mich „Der Kuss“ im Kunstunterricht dazu geführt, mehr davon zu erfahren – und zwar nicht, wie er „funktioniert“, sondern was (s)ein Kuss bedeutet. Es war sogar so, dass uns der Kunstlehrer fragte, was der Unterschied zwischen Impressionismus und Expressionismus sei. Ich wusste es damals nicht, antwortete aber, dass mir expressionistische Bilder besser gefallen, als alle anderen. Daraufhin sagte der Kunstlehrer zu mir: „Wenn Du genau wissen willst, was Expressionismus ist, musst Du Dich mit Edvard Munch beschäftigen; er ist ein Wegbereiter, Pionier und Geburtshelfer des Expressionismus.“ Diese Antwort gefiel mir sehr gut; sie bestätigte meine Faszination am Kunstwerk „Der Kuss“ und löste bei mir ein bleibendes Interesse an Edvard Munch aus. Seit dieser Zeit versuche ich – privat – mich dem MUNCH-Kosmos zu nähern. An Ausstellungen und Schriften hierzu mangelt es nicht.
Deshalb ist Edvard Munch mein Lieblingsmaler, weil er einen unverwechselbaren expressionistischen Stil hat und weil er für mich ein Lebens-Philosoph mit einem bildhaften Naturverständnis ist. Beides zusammen machen ihn für mich zum genialen und großen Maler „MUNCH“.
Edmund A. Spindler
Initiator des Edvard Munch-Netzwerkes
„Munch ist mein Lieblingskünstler auf der ganzen Welt. Er ist einfühlsam, er ist emotional, und er ist einfach ein wirklich, wirklich fantastischer Maler.“
Tracey Emin
Britische Künstlerin
„Man kann bei ihm ständig etwas Neues entdecken; sein Werk ist voller kreativer Überraschungen auch und gerade, wenn er Motive wiederholt. Munch ist dann wie ein guter Jazz-Musiker, dessen verschiedene Interpretationen eines Motivs man nicht müde wird.“
Dr. Nils Ohlsen
Senior Curator am Lillehammer Kunstmuseum
„Munch bleibt Munch, als fortwährender Zweifler und Experimentator.“
Dr. Thomas Kellein (1955-2025)
Ehemaliger Direktor der Kunsthalle Bielefeld und Leiter der Kunstabteilung der Schweizer Privatbank Bergos Berenberg in Zürich
„Ich wünsche mir, dass MUNCH eine Kulturinstitution wird, die die kommenden Generationen mit Munchs Kunst zu begeistern vermag, egal ob in unserem Museum in Oslo, in Ausstellungen im Ausland oder im global-digitalen Raum.“
Dr. Nikita Mathias
Senior Concept Developer im Munchmuseet in Oslo
„Edvard Munch – (m)ein Seelenverwandter.
Wie schön wäre es gewesen, diesen einfühlsamen Menschen und dieses Malergenie zu treffen.“
Helga Pook
Kunstkennerin aus Schöneck (Hessen)
“Trotz der Vielfalt der Stilrichtungen von Munch sprechen mich viele seiner Bilder durch ihre markante und reduzierte Art an. Seine Arbeiten spiegeln den Expressionismus in seiner reinen Form wider.”
Herbert Roth
Wein- und Sektspezialist sowie Kunstliebhaber aus Siebeldingen (Pfalz)
„Zusammen mit Vermeer und Tizian ist Munch einer der drei Maler, die für mich am wichtigsten waren und zu denen ich aufschaue.“
Maria Lassnig (1919-2014)
Österreichische Malerin
„Munch ist unzweifelhaft der begabteste aller norwegischen Maler.“
Jens Thiis (1870-1942)
Norwegischer Kunsthistoriker und langjähriger Direktor der Nationalgalerie in Oslo
„Den Graphiker, Zeichner und Maler Edvard Munch habe ich bereits lange bevor ich Univ.-Prof. für Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft wurde hoch geschätzt, ja geliebt. Sein Werk begleitete mich also immer während meiner Lebensstationen. Die Initiale datiert auf 1959, als nach dem Abitur die Clara-Zetkin-Oberschule in Gera/Thür. eine Fahrt nach Prag unternahm, an der ich teilnehmen durfte. Wir besuchten in Prag u. a. auch die Nationalgalerie. In einer Dependance gab es eine kleine, aber feine Munch-Graphik-Ausstellung, die ich folglich zufällig sehen konnte. Der Eindruck war derart stark, dass mich Munchs Gemälde und Graphiken nicht mehr losgelassen haben. Das ausgezeichnete Buch von Otto Benesch hat das seine getan.“
Univ.-Prof. Dr. Dietrich Schubert
Universität Heidelberg
„Mein Munch, dein Munch, unser Munch – er bietet für jeden Kunstinteressierten etwas:
Über 20.000 Werke: Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Skulpturen, Holzschnitte, Lithographie, Fotografien.
Er war ein Universalkünstler, der durch seine Werke fasziniert und bis heute nachwirkt.“
Axel Losansky
Raumplaner, Luftverkehrsexperte und Kunstliebhaber aus Hamburg
„Ich finde die Bilder von Edvard Munch zutiefst beeindruckend. Sie halten mich immer wieder fest, weil sie Gefühle sichtbar machen, für die man selbst oft kaum Worte findet. Munch bringt Angst, Einsamkeit, Sehnsucht, Liebe und Verzweiflung mit wenigen Linien und Farben unglaublich präzise auf den Punkt.
Was mich besonders berührt: Seine Bilder wollen nicht einfach nur schön sein. Sie gehen näher, manchmal unangenehm nahe. Man schaut nicht nur auf ein Bild – man erkennt darin oft etwas von sich selbst. Genau das macht Munch für mich so zeitlos und stark.“
Doris Holler-Bruckner
Chefredakteurin und Herausgeberin von „oekonews.at“ aus Orth/Donau
KI-Antwort vom 6. August 2026 auf die Frage:
Worin liegt die Faszination bei den Bildern des norwegischen Malers Edvard Munch?
Tiefe psychische Spannung: Munch zeigt Ängste, Einsamkeit, Todes- und Sinnkrise – Gefühle, die viele Menschen nachvollziehen können.
- Universale Themen, konkrete Bilder: Werke wie Die Elende/Der Schrei verknüpfen persönliche Erfahrung mit grundlegenden menschlichen Erfahrungen (Angst, Isolation, Vergänglichkeit).
- Ausdrucksweise statt Realismus: Freier Pinselduktus, leuchtende, oft unruhige Farbkombinationen und markante Linienführung vermitteln Intensität stärker als detaillierte Darstellung.
- Symbolismus und Metaphern: Naturstimmungen (- Vulkanisch, blutrot, stürmisch) spiegeln Innenwelt wider; Motive wie Wasser, Brücke, Türvorschauen treten als Symbole auf.
- Subjektive Perspektive: Häufig persönliche Blickwinkel (Selbstbildnisse, Innenräume) lassen den Betrachter die Emotionen direkt miterleben.
- Einfluss und Neuheit: Vorläufer des Expressionismus; seine Bilder prägten späteres künstlerisches Denken über Angst, Psychologie und das Subjektive im Kunstwerk.
Quelle:
Warum sieht man den norwegischen Maler Edvard Munch auf seinen Selbstporträts (z.B. Selbstporträt. Litho, 1930) und auf Fotos niemals lächelnd?
Die kurze Antwort lautet: Wir wissen es nicht sicher. Es gibt keine bekannte Aussage von Edvard Munch, dass er bewusst niemals lächeln wollte. Dennoch gibt es mehrere Gründe, warum er auf Selbstporträts und den meisten Fotografien ernst oder unbewegt erscheint.
1. Das Selbstporträt als psychologische Untersuchung
Munch verstand das Selbstporträt nicht als repräsentatives Bild seiner Person, sondern als Erforschung seines seelischen Zustands. Viele seiner Selbstbildnisse zeigen Krankheit, Alter, Einsamkeit oder die Nähe des Todes. Beispiele sind:
- Selbstporträt mit Skelettarm (1895),
- Zwischen Uhr und Bett (1940–43),
- zahlreiche Lithografien und Radierungen der 1890er bis 1930er Jahre.
Ein Lächeln hätte diesem existenziellen Anliegen kaum entsprochen. Sein Interesse galt weniger dem äußeren Ausdruck von Freude als den Grundbedingungen des Menschseins – Angst, Liebe, Verlust und Vergänglichkeit.
2. Seine Kunst insgesamt ist von existenziellen Themen geprägt
Munch schrieb einmal sinngemäß, dass seine Kunst aus seinen eigenen Lebens- und Seelenerfahrungen hervorgehe. Der frühe Tod seiner Mutter und seiner Schwester, Krankheiten in der Familie, eigene psychische Krisen und problematische Beziehungen prägten sein Werk nachhaltig.
Vor diesem Hintergrund wirken seine ernsten Selbstbildnisse eher wie visuelle Tagebucheinträge als wie Porträts im heutigen Sinn.
3. Die fotografischen Konventionen seiner Zeit
Auf Fotografien aus der Zeit um 1880 bis 1930 lächeln Menschen generell deutlich seltener als heute. Dafür gab es mehrere Gründe:
- Lange Belichtungszeiten machten einen entspannten Gesichtsausdruck schwieriger.
- Ein ernstes Gesicht galt als würdevoll und angemessen.
- Fotografien sollten häufig Dauerhaftigkeit und Charakter statt einen flüchtigen Moment zeigen.
Dass Munch auf Fotos nicht lächelt, unterscheidet ihn daher nicht grundsätzlich von vielen Zeitgenossen wie Henrik Ibsen oder August Strindberg.
4. Munchs Selbstinszenierung
Munch kultivierte durchaus das Bild des nachdenklichen, isolierten Künstlers. In vielen Fotografien blickt er den Betrachter direkt an, wirkt konzentriert oder distanziert. Dieses Erscheinungsbild passt zu seinem Selbstverständnis als Künstler, dessen Aufgabe nicht Unterhaltung, sondern Wahrhaftigkeit war.
Gab es überhaupt lächelnde Bilder?
Es existieren einige Fotografien, auf denen Munch gelöster wirkt oder andeutungsweise schmunzelt – etwa in informellen Situationen mit Freunden oder im Garten seines Anwesens in Ekely. Ein breites, offenes Lachen ist jedoch äußerst selten. In den offiziellen Porträts und insbesondere in den Selbstporträts fehlt es fast vollständig.
Gerade die von dir erwähnte Lithografie „Selbstporträt“ (1930, OKK 456) entstand in einer Lebensphase, in der Munch bereits Ende sechzig war und sich intensiv mit Alter, Identität und Vergänglichkeit auseinandersetzte. Der ernste, prüfende Blick entspricht daher sehr gut der Funktion dieses Blattes: Es ist weniger ein Bild seiner Stimmung als eine Reflexion über das eigene Dasein.
Zusammengefasst spricht daher mehr für eine künstlerische und kulturelle Erklärung als für die Annahme, Munch habe grundsätzlich nicht gelächelt. Seine Selbstporträts sollten keine Momentaufnahme guter Laune sein, sondern eine Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz – und dafür wählte er fast immer einen ernsten Ausdruck.
Quelle:
https://chatgpt.com/de-DE/, 6. August 2026
Auf die Frage, warum man Edvard Munch nicht lächelnd sieht, antwortet die KI ergänzend:
Kurz gesagt: Zugunsten von Authentizität, Stimmung und Symbolik. Mehrere Gründe:
- Psychische Hauptthemen: In vielen Selbstporträts geht es um Angst, Trauer, Isolation und das innere Erleben – ein Lächeln würde diese Stimmung widersprechen.
- Selbstbild als künstlerischer Zweck: Munch versuchte, seine innere Welt sichtbar zu machen, nicht sein äußeres Erscheinungsbild zu zeigen. Lächeln würde die Nachricht abschwächen.
- Zeit- und Porträt-Konventionen: In der 19. Jahrhundert/Früh-20. Jahrhundert-Fotografie sowie der Malerei waren ernste, introspektive Ausdrücke gängig. Lächeln war unüblich und galt oft als oberflächlich.
- Biografischer Hintergrund: Verluste und Traumata (Familienverlust, Krankheiten) prägten seine Darstellung – ernstes, konzentriertes Auftreten passt dazu.
Hinweis: Es gibt Ausnahmen in der Kunstgeschichte, aber der Großteil seiner Selbstporträts betont Intensität statt Heiterkeit.
Quelle:
https://chatopenai.de/, 6. August 2026
Wie viele Selbstporträts gibt es von dem norwegischen Maler Edvard Munch?
Edvard Munch schuf rund 80 Selbstporträts im Laufe seines Lebens. Diese Zahl umfasst vor allem Gemälde und grafische Selbstbildnisse und wird vom Munchmuseet selbst angegeben.
Je nachdem, wie gezählt wird, findet man aber auch andere Angaben:
- Etwa 80 Selbstporträts: Dies ist die heute am häufigsten zitierte Zahl und bezieht sich auf Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken.
- 51 gemalte Selbstporträts: Eine wissenschaftliche Untersuchung, die nur Munchs Ölgemälde berücksichtigt, kommt auf 51 Selbstporträts. Hinzu kommen etwa 20 Lithografien und zahlreiche Zeichnungen und Arbeiten auf Papier.
Munch nutzte das Selbstporträt wie kaum ein anderer Künstler seiner Zeit. Vom frühen Selbstporträt (1886) bis zu den eindringlichen Alterswerken wie „Selbstbildnis zwischen Uhr und Bett“ (1940–43) dokumentierte er darin nicht nur sein Aussehen, sondern auch Krankheit, Alter, Angst und seine psychische Verfassung. Seine Selbstporträts gelten daher als eine Art bildliche Autobiografie.
Quelle: